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Van Demons Land

Meinen letzten Trip in Australien genoss ich in Tasmanien. Tasmanien ist eine alte Strafkolonie und auch noch heute gibt es Vorurteile über die Einwohner. Was natürlich hauptsächlich als Witz rübergebracht wird! Aber auch ich muss schon sagen, dass ich einen Unterschied zum Festland gemerkt habe. Aber die Natur dafür war umso schöner!
Da Tasmanien so isoliert ist, die Distanzen zu den nächsten Orten weit sind und das Wetter eher norddeutsch ist als australisch bekam es damals den Namen Van Demons Land.
Für mich heute nicht nachzuvollziehen, aber ich bin ja auch kein Sträfling und ich bin bequem mit einem Bus von A nach B gekommen!
Da es hier zur Zeit Winter und damit Nebenseason ist buchte ich spontan eine Tour nach einem Tag im bergigen Hobart. Das Einfliegen war schon sehr spektakulär und passierte beim frühen Sonnenuntergang, was die. Landschaft weich und samt erschienen ließ. Der Flughafen lag direkt am Wasser und die Kulisse war einfach traumhaft!
Die Tour selbst war leider mit 20 Personen aber dennoch sehr gut, da ich mich auf den Hikes eher abkapselte, um die Natur in mich aufzusaugen. Am ersten Tag fuhren wir in den Litchfield National Park, der so wundervoll grün war. Ein saftiger Regenwald mit alten Riesen und steilen Wasserfällen. Ich habe es geliebt und kam glücklich wieder raus.
In Tasmanien spiegelt das Wasser überall wie ein frisch geputzter Spiegel, was sich mit Gebirgen im Hintergrund besonders gut auswirkt!
Am Abend saß ich immer mit einer Gruppe aus Deutschen, Brasilianern, einer Französin und einer Chinesin zusammen und habe mein portugiesisch und chinesisch Kenntnisse erweitert.
Eins was ich auf meiner Reise gelernt habe:
Saùde, Chin Chin, Nastrovje, Skoll, Cheers, Santé, Yum Teng, Salute, Prost und weitere folgen hoffentlich!
Ansonsten habe ich über die nächsten Tage noch einige wunderschöne und wilde Strände besucht, die sich fürs Fotografieren sehr geeignet haben!
An einem Strand gabs die größten Algen angespült die ich je in meinem Leben gesehen habe. Ca. 3 Meter lang und die Blätter dick und zäh. Ähnlich wie Leder.
Ansonsten habe ich einen Berg bestiegen im Cradle Mountain National Park. Es war ein nebeliger morgen und man konnte schon voraussagen, dass der Lookout nicht wirklich als Lookout funktioniert.
Dennoch habe ich den steilen Anstieg gefordert und hatte ein ziemlich gutes Workout bis ich dann oben ankam uuuuund nichts sah.
Das Nichts zeichnet sich durch eine weiße Wand aus. Doch auch das war eine Erfahrung. Da stand ich 1200 m hoch und war umgeben von Wasser, das mir die Sicht versperrte. Mysteriös!
Auf meinem Weg zurück nahm ich den leichteren Weg, was nochmal wunderschön war. Ewigkeiten lief ich an einem Fluss/ Wasserfall entlang der später im Wald wunderschön fiel. Dann schlug ich mich durch Felder, die von Tasmaniens orangenen Grass über siedelt waren und somit Heim für Wombats. Und jaaa ich war einige der wenigen von der Tour, die tatsächlich eins gesehen hat. Vier um genau zu sein. Darunter eine Mutter mit ihrem kleinen. Ungelogen lebendige Teddybären!
Zum späteren Zeitpunkt waren wir in einem wildlife sanctury oder so, also dort wo verletzte Tiere aufgepeppelt werden. Ich stellte fest, das Kängurus viel weicher sind als Koalas und Wombats. Wir durften an Menschen gewohnte Kängurus füttern und war überrascht wie niedlich diese kleinen und großen Beuteltiere sind. Ich wurde von ihnen umzingelt und sie fraßen aus meiner Hand. Einige bilden sie mit ihren kleinen Ärmchen und waren zart andere grob und benutzen ihre Zähne beim Aufpicken des Fressens. Es tat aber nicht weh. Überraschend hingegen war die Ungeduld und Aggressivität einiger Kängurus! Ich dachte natürlich, das ich diesen Moment festhalten muss mit diesen schmusigen Kängurus. Und versuchte mich in Selfies. War schon schwer, weil die an mir rumgezogen haben wie sonst was. Aber da waren auch richtige Ar***löcher darunter. Da ich für einen Moment kein Futter mehr gab, spürte ich auf einmal große Füße an meinem Rücken, die mich mit Wucht weg drückten. Letztendlich wurde ich also 3 mal von nem Känguru weggetragen. Hahaha. Ich hab mich doch auch schon ziemlich ausgelacht. Aber bis auf die Wucht, die mich nach vorne fliegen ließ tat es nicht wirklich weh.
Kick Boxing Känguru. Aussi experience.

Nach der Westküste ging es denn Richtung Osten, der sich von seiner ganz australischen Seite gezeigt hat.
Wunderschöne sonnige Strände, die sich in ein türkis blaues Meer erstreckten. Hinzu kamen wunderschöne Berge im Hintergrund und wenn ich jetzt noch so zurück denke erwärmt sich mein Herz. Cristina meinte einmal, als sie in Neuseeland war “It is so beautiful here, that everytime I open my eyes I want to cry.” Und damit hat sie mir von der Seele gesprochen. Wenn man diese Schönheit weder glauben noch erklären kann. Sie lässt sich nur annähernd in Bildern beschreiben.

BEAUTIFUL BEAUTIFUL AUSTRALIA. THANK YOU FOR EVERYTHING. UNFORGETABLE.

Da gibt es nicht mehr zu sagen. Ich werde dieses große und freundliche Land vermissen.

4 thoughts on “Van Demons Land

  1. Ganz toll die Bilder. Danke.

    • EllaLu

      Danke Gesa!!
      Ich freue mich sehr über deine Kommentare! Liebe Grüße nach Hamburg

    • Und der Text auch.

  2. Wiebke

    tolltolltoll!!!

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