Bisschen Heimat in der Ferne

Nach 8000Kilometern
Situation momentan: ich bin immernoch irgendwo im nirgendwo umzingelt von wilden Tieren. Doch genieße die Gesellschaft meiner lieben Familie. Rieke und Jonn sind daaa! Vor einer Woche saß ich aufgeregt am Flughafen in Perth und habe auf die beiden gewartet, die mich auch gut eine Stunde auf eine Geduldsprobe stellten. Als diese bleichen Gestalten mir dann entgegenkamen, konnte ich mich dann doch nicht vor Tränen retten. Son halbes Jahr ist dann doch eine lange Zeit und nir wurde bewusst wie SEHR ich alle vermisse, was mir dann am nächsten Tag auch nicht vergessen blieb, bei solch rührenden kleinen Aufmerksamkeiten, die mit dem Hauptgeschenk mit sich geflogen kam. Mit den beiden wurde es auch nicht langweilg, endlich mal jemand, den ich pausenlos zutexten kann von meinen vielen Erlebnissen. Obwohl mir zum Anfang es noch zieeenlich schwer fiel Deutsch zu reden, gab schon ein paar Lacher.. “seid ihr in Ordnung damit”. Öhhöhöh..
Wir übernachteten die ersten Nächte Perth bei einem Cochsurfer Host namens Charlie. Australische Sportskanone der für die Army arbeitet und generell die Lebenseinstellung “do whatever” vertritt. Für uns perfekt, um uns erstmal zu organisieren und Jonn und mein Highlight war die XBOX mit dem Spiel Halo. Da kamen Erinnerungen hoch und ich war gar nicht mal soo schlecht…
An meinem Geburtstag wollten wir nach dem Strand das Wine Swan Valley abklappern. Wir sind ja recht illegal unterwegs aber pssscht. Uuuuund zu unserem wunderbaren Glück geraten wir in eine Polizeikontrolle. Jonn als Blinderpassagier bekam ein Handtuch übern Kopf geworfen und ich versuchte mit meinen zittrigen Knien die Kupplung richtig zu koordinieren. Sie kontrollierten nach Alkohol, zuuuum Glück war ich noch nicht bei einem Weinkeller angehalten.. er musste mir dann genau anweisen, wie ich in das Röhrchen pusten soll , weil ich einfach komplett überfordert war. Und nach einem schrecklich langen Moment kam denn: “okay thank you have a nice day.”sgcvjccxolgqzvc
Puuuuuuuuuh. Adrenalinkick, whyyy not.
Wir waren aufm Weg ins Cafe und auf leeren Magen und Aufregung haben wir uns zu mächtige Tortenstückchen gegönnt, die uns allen zu stark im Bauch lag. Kommt halt nix gegen ein Geburtstagskäsekuchen daheim in angenehmen Temperaturen an. Dennoch habe ich den Tag genossen, einfach wegen des familiären Umfelds :)
Nachdem wir Perth verlassen haben gings wieder ins weite Nichts. Ein Abenteuer mit der Polizei kam uns noch ein zweites mal vor, woraufhin wir unser Nachtlager aufgeben mussten und die Straße in der Nacht erleben durften. Ansonsten haben wir eine Menge wildes Leben gesehen. Da waren Emo Emus ( hundertpro selbstmordgefährdet, wie sie da über die Straße schlichen), Kängurus, Delphine, Rifffische, Pelikane, Geier, doofe Ziegen, Adler, und und und. Und auch die Weite des Landes haben die beiden schon gespürt und wie die Sorgen darin untergehen. Ein kleiner Walk im Kalbarri National Park führte uns an einen Fluss gebettet in einer spektakulären Felsformation. Wir haben auch Stromatoliten gesehen, also quasi die ältesten Lebewesen der Welt. Die meisten denken jetzt bestimmt das ist n Tier oder so, aber nein, es ist ‘nur’ ein, bzw mehrere Steine, gebildet aus Zyanobakterien ( ich hoffe ich klugscheißer hier jetzt richtig rum..) naja jedenfalls ein ziemlich großes Ding, wenn man in der Marterie steckt und Jonn und ich staunten schon. Wir als Papas Kinder…
In Coral Bay genossen wir Strand und Meer und Meer sogar mehr. Wir leihten uns Schnorchelausrüsttung aus, um das Unterwasserleben zu erforschen. Paradiesisch wie eh und je.

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