viel gesehen, viel erlebt, viel gefühlt.

Das macht die letzten Wochen aus. Nachdem ich mich schweren Herzens von Portland getrennt habe, mit einem Surfboard in Gepäck und reich an neuen tollen Erfahrungen und dem Wissen wunderbare Menschen kennengelernt zu haben ging es dann für mich ein zweites mal nach Mt Gambier. Diesmal hat alles fix mit der Rego fürs Auto geklappt und ich hielt mich dann auch nicht allzu lange im Inneren Australiens auf und zog schnell wieder an die Küste. ROBE.
Wunderschöne kleine Stadt in der ich meinen Tiefpunkt erlitt. Und zwar schaffte ich Genie es nach einer wunderschönen Nacht direkt aufm Strand mich auf den Rückweg in der Düne festzufahren. Und festfahren klingt noch zu harmlos. Bei dem Versuch mich selbst zu befreien, habe ich es geschafft halb im Busch zu stecken und halb auf dem Sand. Die Seite des Autos, die im Busch steckte hatte somit keinen Untergrund mehr und mein Jack hing halb über den Abgrund. Okay Abgrund klingt so nach Verderben, aber es war tatsächlich ein Abhang. Klein Ella allein im nirgendwo dreht dann ein wenig durch und zum Glück waren meine lieben Eltern noch bei whatsapp Online, somit konnte ich mich bei ihnen ein wenig ausheulen. Nach einigen tiefen Atemzüge schaffte ich es mich ins naheliegende Dorf zu begeben und das nächstbeste Auto anzuhalten. Hier in Australien sind die Leute ja zum Glück immer für einen da. Er holte, dann noch einen anderen Kerl mit ans Board und letztendlich versuchten sie nach einiger Schaufelei, mein Jack mit einem Traktor rauszuziehen. Fazit, Jack machte sich auf den Weg, den Abhang runter. Ooookay Krisensitzung. Während Jack nur einen Stupser entfernt davon war auf die Seite zu Kippen, warteten wir auf einen weiteren Mann mit einem weiteren Traktor. Währenddessen schaufelten wir weiter und zerstörten quasi die gesamte Düne. Ich bin ganz und gar nicht stolz darauf.. Mit dem zweiten besseren Traktor und einigen weiteren Bemühungen schafften wir es letztendlich Jack aus seiner Schräglage rauszuholen und als alle Räder dann endlich wieder Sand unter sich hatten, konnte ich mir lautes jubeln nicht verkneifen. Alles zusammen hat an die 3 Stunden gedauert, es war also eine richtige Tortur für meine Nerven. Aber zum Glück war der eine der Helfer lustig drauf und hat das alles eher als einen Scherz betrachtet, mir zwischendurch seine Tochter bei der Einschulung gezeigt und war ja sowieso nix los. Und anstelle dessen, das die dann froh waren mich los zu werden checkten sie mein gesamtes Auto durch, wuschen es, füllten Öl auf, boten mir Frühstück an, etc. Und so freundlich und schön Robe auch war, ich war danach mehr als froh das Weite zu suchen.
Nach einer weiteren Nacht kam ich in Goolwa an. Einer kleinen Surferstadt, in der Zeit war es wieder richtig heiß geworden und der Wind war sogar noch wärmer. 40 Grad machen keinen Spaß! Ohne Scherz und soo.
Naja aber ich nutze zum ersten mal mein Board, was sich in meinem super engen Neoprenanzug als sehr schwer erwies. Nachdem sich der warme Wind schlagartig gegen Abend zum kalten Wind geändert hat, suchte ich erneut den Strand auf, surfte diesmal ohne Neopren (was viel angenehmer war) uuuund lernte nach dem wunderschönen Sonnenuntergang wuuunderbare Menschen kennen. Sie sind auf mich zugekommen und haben sich zu mir gesellt. Und weil ich so nett bin, durfte ich sogar mit zu ihrem Kumpel ins Haus. Und da saß ich in diesem super schnuckeligen kleinen Haus (der Duft erinnerte mich an Pedralva in Portugal) mit 6 liebenswerten und interessanten Menschen. Luden mich zum Essen ein, boten mir Bier an und die Atmosphäre war einfach super relaxed. Ich verbrachte in diesem Haus weitere 5 Nächte und fuhr anschließend mit ihnen nach Adelaide zum Fringe Festival. Das Wochenende war somit geschmückt von Kunst und Musik umgeben von Leuten die einen selbst auch zu schätzen wissen. Danach jedoch hieß es: es ist Zeit für die Wüsteee! Am Montag den 17.02. Verließ ich Adelaide um rechtzeitig am 02.03 in Perth zu sein.

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